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Religionen im Dialog
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Sind dem christlich-islamischen Dialog die Themen ausgegangen oder befindet er sich gar in der Sackgasse?
In der Tat knirscht es im Gebälk des christlich-islamischen Dialoges. Gemäßigte und moderate Kräfte auf beiden Seiten haben wohl derzeit das Nachsehen.
Man wird zudem angesichts jener Aussagen das Gefühl nicht los, dass es dem einen oder anderen Kirchenvertreter manchmal mehr um öffentliche Inszenierung als um das Gespräch mit den Muslimen geht.
Das schafft kein gegenseitiges Vertrauen, jener Kitt, der so nötig ist, die wirklich kritischen Fragen gemeinsam zu diskutieren. Dazu kommt, dass oft Muslime im Gespräch mit ihren christlichen Gesprächsteilnehmern oft nur die Vorzeigeseite der muslimischen Religion präsentieren. Oder auch die Sprachbarriere eine negative Rolle spielt, und auch der Bildungsstand der Partner zu unterschiedlich sind.
Dazu kommt auch, die Überheblichkeit einiger Vertreter der christlichen Kirchen gegenüber den Muslimen. Die Muslime haben im Gegensatz Schwierigkeiten, die oft miserablen Umstände, in denen sich viele muslimische Gesellschaften befinden, und das Unrecht, welches im Namen der Religion begangen wird, offen zu benennen.
Aber zum Dialog gibt es keine Alternative. Aber weiter machen wie bisher ist nicht ratsam. Vielleicht kann man mit einem praktischen als akademischen Dialog das ins Stocken geratene Gespräch wieder in Gang bringen.
Wichtiger ist daher weniger das ausschließliche Gespräch unter Theologen – die weiterhin natürlich die Grenzen und Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten der beiden Religionen schärfen sollten – als vielmehr den Dialog als Forum von Menschen zu begreifen, die bereit sind, in der Gesellschaft gemeinsam Verantwortung zu tragen.
Muslime gehören noch nicht zur Stadt!
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![]() Für die Muslime Al-Ikhlas Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Sprich: "Er ist Allah, ein Einziger, Allah, der Absolute (Ewige Unabhängige, von Dem alles abhängt). Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden, und Ihm ebenbürtig ist keiner." Al-BaqaraAllah - kein Gott ist da außer Ihm, dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Allmächtige. ![]() Für die Christen Das erste Konzil im Jahre 381 beschloss das "Nicäno-Konstantinopolitanum"
Trinitarische Lehre, die dort beschlossen wurde, ist die bis heute sowohl von den westlichen als auch von allen orthodoxen Kirchen anerkannt | ![]() Der Imam Kemattin Oruc erklärte die Bedeutung des Namens von Allah. Nicht allen ist bekannt, dass das arabische Wort Allah auch von arabischsprachigen Christen verwendet wird, um Gott zu bezeichnen.„Unter den großen Weltreligionen gibt es drei, die den Glauben an einen alleinigen Gott lehren: "Judentum, Christentum und Islam. Sie sind im Laufe vieler Jahrhunderte wie mächtige Äste aus ein und demselben Baum gewachsen.“ Muslime haben noch Zusatznamen (wenn man das so bezeichnen kann) für Allah. Die 99 Namen, die im Koran erwähnt werden, damit können sich auch die Christen identifizieren."Der Erbarmer"; "Der Barmherzige"; "Der Herr"; "Der Heiligste"; "Der Erhabene"; "Der Schöpfer"; "Der Verzeihende"; "Der Allwissende" um nur einige zu nennen. Die Muslime beten nur Allah an und für sie gilt was im Koran steht: Ihr Glaubensbekenntnis heißt: La ilaha illah Allah mohamed rasoul Allah Glaubensbekenntnis: "Es gibt keinen dem man mit Recht anbetet, außer Allah und Mohammed ist sein Prophet." Pfarrer Ch. Eidmann erklärte in seinem Vortrag, dass solche Veranstaltung so wichtig seien, um unter den Muslimen und Christen mehr Verständnis zu einander zu finden und das die Menschen ihre Ängste abbauen können Er erklärte die Dreifaltigkeit, die für die Christen eine Einheit (in drei Personen) sind. Das sollte man aber sinnbildlich verstehen. Er meinte unter anderem, dass diese auch im alten Testament schon angedeutet wurde. Und auch im neuen Testament in den Paulus-Briefen vor einem streng monotheistischen Hintergrund benutzt er wiederholt die Ausdrücke Gott, Herr und Geist. Für alle Gläubigen der drei monotheistischen Religionen ist die Größe des Schöpfers, unseres Gottes, schwer zu fassen, wir können uns als Menschen ihn kaum vorstellen. Aber allen drei Religionen ist der Glaube an den einen Gott gemeinsam. ![]() Leider fehlten zu dieser Veranstaltung die Muslime, was sehr zu bedauern war. Aber wir danken den Organisatoren für Ihre Mühe und hoffen, dass der DIAlOG weitergeht, vielleicht müssen wir eine andere Form finden. |
Der Koran
Imame, die Herren Açikgöz; Ötztür; Çelebi
Gutenberg-Bibel um 1440 | ![]() |
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Verstimmung beim Glaubensgespräch in NiederkasselDiskussion in Lülsdorfer Moschee über Bibel und Koran endet mit umstrittenem Appell an MuslimeBericht und Foto von Axel Vogel
![]() Niederkassel. Es ging in der Lülsdorfer Moschee am Donnerstagabend über die "Bibel und den Koran". Bis zum Schluss war es ein interessanter und informativer Diskussionsabend, der laut Elisabeth Müller, Pressesprecherin der türkisch-islamischen Gemeinde in Niederkassel, leider doch noch ein unschönes Ende fand. Schuld daran war nach Aussage Müllers das Schlussstatement des Mondorfer Vikars Franz-Josef Kreuer gewesen. Kreuer soll die anwesenden Muslime mit Hinweis auf die Freiheiten der Muslime in Deutschland zu einem Appell an die türkische Regierung aufgefordert haben, eine Kirche im türkischen Tarsus, der Geburtsstadt des heiligen Paulus, als christliche Pilgerstätte einzurichten. Das unschöne Ende der Veranstaltung wollte nicht zu einer an sich sachlich geführten Podiumsdiskussion passen, die Elisabeth Müller moderierte. Mit von der Partie waren neben Kreuer der evangelische Pastor Christoph Eidmann sowie die Imame Hodscha Recep Acikgöz und Mehmet Celebi sowie der DITIB-Dialgobeauftragte Rafet Ötztürk. Nachdem sich die Diskussion zuletzt um die Frage gedreht habe, wie gerecht Gott ist, und den Hinweis, dass jeder nach seinem Buch leben sollte, "brannte mir dieser Punkt auf dem Herzen", sagte Kreuer auf Anfrage. Der Vikar verweist auf eine entsprechende Anfrage des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meißner an die türkische Seite Anfang des Jahres, die unbeantwortet geblieben sei. Da zuletzt die Türkei eine Rückgabe der Kirche von Tarsus ausgeschlossen habe, bat Kreuer nach eigener Aussage die türkischen Mitgläubigen in ihrer Heimat zu erzählen, "welche schönen Freiheiten sie hier genießen". Von den Imamen wünschte er sich ob der offiziellen Behinderungen, dass sie ihren Draht nach Ankara nutzten, damit auch Christen dort "nach ihrem Buch leben können." In der Moschee habe man den Vorstoß als "unpassend" empfunden so Müller. (08.11.2008) |
Offener Brief an den Pfarrvikar Franz-Josef Kreuer!
![]() ![]() ![]() ![]() | Sehr geehrter Herr Pfarrvikar Kreuer! Sie haben sehr wenig Einfluss auf die Politik ihrer Heimat und sie waren am gestrigen Abend zu diesem Dialog gekommen um mehr Wissen über die Christen zu erlangen. Obschon das Fazit des Abends war: “Wenn wir alle nach unseren heiligen Büchern leben würden, wären wir in einer friedlichen Welt und würden den Nächsten achten und lieben.“ | In Ehrenfeld wird die neue Moschee gebaut, mit Geldern der Muslime und nicht mit Steuergeldern der Türkei, sondern diese Moschee werden die Muslime mit eigenem Geld erbauen lassen. . Anders ist die Forderung von Kardinal Meisner, in Tarsus den Christen eine Kirche zu schenken. Aber keiner der Muslime in Niederkassel hat etwas dagegen, dass die katholische Kirche in Tarsus eine Wallfahrtskirche erbauen will. Viele haben mir gesagt, dass in ihrem Heimatort eine christliche Kirche gibt, wo die Christen ihre Gebete verrichten und sie diese Vorwürfe nicht verstehen könnten. Ich wünschte mir sehr, dass man fair miteinander umgeht, und nicht nach einem so sehr lehrreichen Abend dafür sorgt, dass die Vorurteile weiter untermauert werden. Vorstandsmitglied der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Niederkassel e.V. |
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Kommt die Kirche in Tarsus? Bischof Padovese sieht Grund zum Optimismus
In naher Zukunft könnte sich der Wunsch der Bischöfe nach einer neuen katholischen Kirche und einem Paulus-Pilgerzentrum in Tarsus erfüllen.
Das glaubt der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese.
Im Gespräch mit Journalisten zeigte er sich vorsichtig optimistisch, dass es in absehbarer Zeit zu konkreten Verhandlungen über ein Grundstück kommen könnte.
Padovese wörtlich: „Vor einigen Tagen habe ich einen Brief vom Kultusministerium erhalten, aus dem eine gewisse Bereitschaft hervorgeht, über die Frage eines eigenen Grundstück zu verhandeln”.
Derzeit warte er allerdings noch auf eine konkrete Einladung nach Ankara.
Die türkischen Bischöfe waren wiederholt an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Bitte um die Erlaubnis zum Bau eines Pilgerzentrums in Tarsus oder zumindest zur ständigen Nutzung der derzeit als Museum geltenden Pauluskirche herangetreten. Der Apostel Paulus wurde in Tarsus geboren.
Bisher gibt es einzig eine Erlaubnis des Kultusministeriums, für die Dauer des Paulusjahres 2008-2009 die museale Pauluskirche ohne vorherige Lösung eines Tickets zu einzelnen Messfeiern zu benutzen.
| Kardinal Meisner bittet DITIB um Unterstützung für ein christliches Pilgerzentrum in der Türkei
Kardinal Joachim Meissner schlägt der Türkei vor, als Zeichen der Religionsfreiheit und "Beitrag zur Entspannung" ein christliches Pilgerzentrum im südtürkischen Tarsus zu ermöglichen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe (15.12.2007). Die antike Hafenstadt ist der Geburtsort des Apostels Paulus, zu dessen 2000. Geburtstag 2008 Papst Benedikt XVI. ein internationales "Paulus-Jahr" ausgerufen hat. "Wir Christen besitzen aber in Tarsus nichts", sagte Kardinal Joachim Meisner. Deshalb habe er die Türkisch-Islamische Union Ditib um Unterstützung gebeten, "dass wir dort ein Pilgerzentrum und eine kleine Kirche bauen können". Das wäre "ein starkes Zeichen der Verständigung und würde hier in Köln zum Ausgleich beitragen", sagte Meisner mit Blick auf die Kölner Moscheebau-Debatte. Er wolle "niemanden unter Druck setzen oder gar erpressen, sondern eine Brücke bauen, damit die Dinge auch hier in Köln leichter werden". Die katholische Kirche unterstützt Meisners Anliegen. Das katholische Büro, Vertretung der Bischofskonferenz in Berlin, trug Meisners Initiative im Oktober der türkischen Botschaft vor, sei damit aber "abgeblitzt", wie der Leiter des Büros, Karl Jüsten, sagte. Botschaftsrat Kemal Tüzün bestreitet dies. Ihm seien weder die Anfrage noch das Projekt in Tarsus bekannt. Der Ditib-Dialogbeauftragte Bekir Alboga signalisierte dagegen dem Kardinal Unterstützung und sprach von einer "Offenheit" der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Selbst deren Zustimmung reiche aber in einem so "vielschichtigen" Fall "sicherlich nicht aus". Alboga schlug Meisner ein vertrauliches Treffen vor, um das Anliegen "gemeinsam in einem Gespräch zu konkretisieren und unsere Möglichkeiten abzuwägen, wie wir Sie unterstützen können". Meisner bestätigte das, stellte allerdings fest: "Es gibt ein Gesprächsangebot, aber in der Sache sind wir noch kein Stück weiter."
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger |
Die Regierung der Türkei schließt dem britischen Sender BBC zufolge eine Schenkung der Kirche des Apostels Paulus in Tarsus an die katholische Kirche aus. Für die Türkei komme dies nach Regierungsangaben nicht in Frage, berichtete der Sender am Freitag. Damit wären die Forderungen deutscher Kirchenmänner und Politiker vergebens gewesen.
Die griechisch - orthodoxe Kirche war 1943 vom türkischen Staat beschlagnahmt und später als Militärlager genutzt worden. Sie ist liebevoll restauriert worden und dient seit einigen Jahren als Museum, Gottesdienste waren nur nach Absprache mit der Museumsleitung möglich.
Im Juni hatte das türkische Kultusministerium angekündigt, dass die Kirche des St. Paulus für die Dauer des Paulusjahres bis Juni 2009 von christlichen Pilgern für Gottesdienste benutzt werden könne. Laut dem Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz sucht das Kulturministerium ein geeignetes Grundstück in Tarsus, damit die Katholische Kirche dort ein Zentrum für Wallfahrten errichten kann.
In Deutschland setzen sich neben dem Kölner Kardinal Joachim Meisner auch einzelne Politiker dafür ein, das Museum in ein christliches Pilgerzentrum umzuwandeln. Bereits im Februar hatte Meisner den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan um Unterstützung für den Bau einer Kirche in Tarsus gebeten. Auch bezeichnete er es als denkbar, das vormals als Kirche genutzte Museum der südtürkischen Stadt wieder seiner früheren Nutzung zuzuführen.
Die dem Apostel Paulus gewidmete Kirche war über Jahrhunderte das Zentrum der orthodoxen Christen der Stadt.
Von Axel Vogel.
Niederkassel. Der Appell des Mondorfer Pfarrvikars Kreuer an die Muslime, die Einrichtung einer christlichen Kirche im türkischen Tarsus zu unterstützen (der GA berichtete), hatte ein großes Echo. Elisabeth Müller, Pressesprecherin der türkisch-islamischen Gemeinde in Niederkassel, wandte sich in einem Offenen Brief an Kreuer: In ihrem Schreiben dankte Müller dem Pfarrvikar für seine Teilnahme an der "gut verlaufenen" Podiumsdiskussion.
Die Forderung, sich bei der türkischen Regierung für ein katholisches Pilgerzentrum einzusetzen, sei bei den muslimischen Menschen "nicht so gut angekommen", sagt Müller. "Die Menschen, die hier wohnen, haben ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland." Daher hätten die Muslime in Lülsdorf "sehr wenig Einfluss auf die Politik in ihrer türkischen Heimat".
Müller stößt sich zudem an der Forderung von Joachim Kardinal Meisner, die auch Kreuer aufgriff, den Christen in Tarsus eine Kirche zu schenken: "In Ehrenfeld wird die Moschee mit Geldern der Muslime gebaut, nicht mit Steuergeldern aus der Türkei."
Grundsätzlich habe kein Muslim in Niederkassel etwas gegen eine katholische Kirche in Tarsus. Dabei sei jedoch Geduld gefragt. Schließlich hätte die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) oft jahrelang auf die Baugenehmigungen für ihre Moscheen warten müssen.
Dass grundsätzlich ein Appell eines Christen unpassend ist, glaubt Marcus Kitz, Vorstandsmitglied der katholischen Pfarrverbandskonferenz Niederkassel-Nord, nicht: "Es ist legitim, dass die hier lebenden Muslime gebeten werden, ihre Kontakte zur DITIB in der Türkei zu nutzen. Da die türkisch-islamischen Gemeinde in Niederkassel zur DITIB gehört, könnten durchaus auch die Muslime dort die Bitten der Christen und Pilger unterstützen."
An Müllers Kritik stellt Kitz richtig: "Kardinal Meisner hat von keiner Schenkung gesprochen, sondern von einer Rückübertragung, oder einer sakralen Nutzung des von Christen erbauten historischen Gebäudes in Tarsus." Alternativ solle mit christlichen Mitteln ein Pilgerzentrum gebaut werden.
Artikel vom 15.11.2008

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Ausgabe Nr. 47
vom 21. November 2008
bis zum 27. November 2008
Die Signale aus Ankara lassen nicht vermuten, dass Tarsus zum Symbol einer freien und ungehinderten Religionsausübung in der Türkei wird. Bei seinem Deutschlandbesuch zu Beginn des Jahres hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan den Wunsch der Christen nicht nur mit wohlwollenden Äußerungen kommentiert, sondern ihn zur Chefsache deklariert. Und auch der Präsident der obersten Religionsbehörde in der Türkei, Ali Bardakoglu, hatte sich nach Medienberichten für die Übergabe der Kirche ausgesprochen, passiert ist bislang aber nichts.
Es war Kardinal Joachim Meisner, der sich schon früh und immer wieder dafür einsetzte, die türkische Regierung möge mit der Rückgabe der Kirche an dem für Christen so bedeutsamen Ort ein positives Zeichen der Verständigung zwischen der muslimischen Bevölkerungsmehrheit in der Türkei und der dort lebenden kleinen christlichen Minderheit setzen. Der Erzbischof fordert genau dieses positive Zeichen, das die Muslime in Deutschland — zu Recht — für sich reklamieren.
Es stimmt, dass in Tarsus selbst nur eine Handvoll Christen lebt. Aber der Geburtsort des Apostels Paulus könnte zum Wallfahrtsziel für Christen aus der ganzen Welt werden.
Mehrfach hat sich der Kardinal in Briefen an den türkischen Ministerpräsidenten gewandt. Eine Antwort hat er auch nach Monaten noch nicht erhalten. Es scheint, als scheue sich die Türkei vor einer klaren Position, die sie angreifbar macht. Möglicherweise glaubt man in Ankara, das Problem aussitzen zu können. Doch Tarsus ist längst zu einem Prüfstein geworden. Zu einem Prüfstein, an dem sich die Türkei messen lassen muss, ob sie die in Europa geltenden Rechte — und dazu gehört auch das Recht auf freie Ausübung der Religion — für sich nicht nur anerkennt, sondern im eigenen Land auch garantiert und durchsetzt. Solange dieses elementare Menschenrecht nicht in seinem vollen Umfang gewährleistet ist, kann das Thema einer türkischen EU-Mitgliedschaft momentan nur „out of the question“ sein.
ROBERT BOECKER
Kommentar: Diese Kirche hat den katholischen Christen nie gehört, es war immer eine griechisch-orthodoxe Kirche, die sehr liebevoll restauriert wurde um die christlichen Wegepunkte in der Türkei, denen es sehr viele gibt, in Erinnerung zu halten.
Kommt die Kirche in Tarsus? Bischof Padovese sieht Grund zum Optimismus
In naher Zukunft könnte sich der Wunsch der Bischöfe nach einer neuen katholischen Kirche und einem Paulus-Pilgerzentrum in Tarsus erfüllen.
Das glaubt der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, Bischof Luigi Padovese.
Im Gespräch mit Journalisten zeigte er sich vorsichtig optimistisch, dass es in absehbarer Zeit zu konkreten Verhandlungen über ein Grundstück kommen könnte.
Padovese wörtlich: „Vor einigen Tagen habe ich einen Brief vom Kultusministerium erhalten, aus dem eine gewisse Bereitschaft hervorgeht, über die Frage eines eigenen Grundstück zu verhandeln”.
Derzeit warte er allerdings noch auf eine konkrete Einladung nach Ankara.
Die türkischen Bischöfe waren wiederholt an Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Bitte um die Erlaubnis zum Bau eines Pilgerzentrums in Tarsus oder zumindest zur ständigen Nutzung der derzeit als Museum geltenden Pauluskirche herangetreten. Der Apostel Paulus wurde in Tarsus geboren.
Bisher gibt es einzig eine Erlaubnis des Kultusministeriums, für die Dauer des Paulusjahres 2008-2009 die museale Pauluskirche ohne vorherige Lösung eines Tickets zu einzelnen Messfeiern zu benutzen. | Kardinal Meisner bittet DITIB um Unterstützung für ein christliches Pilgerzentrum in der Türkei
Kardinal Joachim Meissner schlägt der Türkei vor, als Zeichen der Religionsfreiheit und "Beitrag zur Entspannung" ein christliches Pilgerzentrum im südtürkischen Tarsus zu ermöglichen, berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger in seiner Samstagsausgabe (15.12.2007). Die antike Hafenstadt ist der Geburtsort des Apostels Paulus, zu dessen 2000. Geburtstag 2008 Papst Benedikt XVI. ein internationales "Paulus-Jahr" ausgerufen hat. "Wir Christen besitzen aber in Tarsus nichts", sagte Kardinal Joachim Meisner. Deshalb habe er die Türkisch-Islamische Union Ditib um Unterstützung gebeten, "dass wir dort ein Pilgerzentrum und eine kleine Kirche bauen können". Das wäre "ein starkes Zeichen der Verständigung und würde hier in Köln zum Ausgleich beitragen", sagte Meisner mit Blick auf die Kölner Moscheebau-Debatte. Er wolle "niemanden unter Druck setzen oder gar erpressen, sondern eine Brücke bauen, damit die Dinge auch hier in Köln leichter werden". Die katholische Kirche unterstützt Meisners Anliegen. Das katholische Büro, Vertretung der Bischofskonferenz in Berlin, trug Meisners Initiative im Oktober der türkischen Botschaft vor, sei damit aber "abgeblitzt", wie der Leiter des Büros, Karl Jüsten, sagte. Botschaftsrat Kemal Tüzün bestreitet dies. Ihm seien weder die Anfrage noch das Projekt in Tarsus bekannt. Der Ditib-Dialogbeauftragte Bekir Alboga signalisierte dagegen dem Kardinal Unterstützung und sprach von einer "Offenheit" der türkischen Religionsbehörde Diyanet. Selbst deren Zustimmung reiche aber in einem so "vielschichtigen" Fall "sicherlich nicht aus". Alboga schlug Meisner ein vertrauliches Treffen vor, um das Anliegen "gemeinsam in einem Gespräch zu konkretisieren und unsere Möglichkeiten abzuwägen, wie wir Sie unterstützen können". Meisner bestätigte das, stellte allerdings fest: "Es gibt ein Gesprächsangebot, aber in der Sache sind wir noch kein Stück weiter."
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger |
![]() | PaulusPaulus gehört zu den ersten Heiligen, die die Katholischen Christen verehren. Er wurde als jüdischer Sohn mit römischen Rechten in Tarsus im Jahr 8 n.Chr. geboren und ist als Martyrer (ein wegen seines Glaubens hingerichter Mensch)in Rom zwischen 60 - 67 n.Chr. (genau weiß man das nicht)gestorben. Er verbrachte die Kindheit und die Jugendzeit in Tarsus, ging aber dann nach Jerusalem. Er gehört in seinen jungen Jahren zu den stärksten Christenverfolger seiner Zeit. Durch unerklärliche Zeichen wurde der junge Mann zum Christen. Er unternahm viele Missionsreisen und verkündete die Lehre Jesus. In Ephesus hielt er sich ca. drei Jahre auf. Die Legende sagt, dass in Ephesus der Sterbeort der Mutter von Isa ist. Er schrieb viele Briefe, die heute im Neuen Testament der Bibel zu lesen sind. Er hat das Christentum entscheidend geprägt und wird als Heiliger verehrt. WallfahrtsortEin Wallfahrtsort ist ein Ort mit wichtiger religiöser Bedeutung und als solcher das Ziel einer Wallfahrt. Den Wallfahrtsorten oder dem Besuch eines solchen Ortes werden oft besondere Wirkungen zugesprochen, wie die Heilung von Krankheiten beispielsweise in Lourdes. Eine religiöse Tradition kann beispielsweise durch ein besonderes Ereignis (Wunder, Marienerscheinung) entstanden sein oder durch eine wichtige Persönlichkeit der jeweiligen Religion (im Christentum sind dies meist Heilige), die an dem Ort gewirkt hat, begraben ist oder in sonst einer Beziehung steht. Für die Muslime gibt es nur den einen Wallfahrtsort in Mekka und Medina. Die Wallfahrt gehört zu den fünf Säulen des Islam und hat eine andere Bedeutung wie für die Christen. |
![]() ![]() ![]() | ![]() Das Prophetentum im Islam Wiederum ein Interessanter Abend in der Moschee. Der Vortrag von Haluk Yildiz zeigte viele Aspekte, die darauf hin wiesen, das Jesus von Allah zur Erde gesandt wurde, um wiederum die Menschen zu warnen, gottesfürchtig zu sein. Das Prophetentum im Islam beginnt mit Adam, Friede auf ihn, und endet mit dem Propheten Mohammed, Friede und Heil auf ihn, der von Allah als Gesandter und Prophet für die ganze Menschheit geschickt wurde. Wie Jesus, ermahnte er die Menschen, den einen Gott anzubeten und keine Götter neben ihn zu haben.. Abraham, Moses Noah und viele anderen, die auch in der Bibel genannt werden, werden im Islam als Propheten verehrt. Alle diese Menschen sind von Allah auserwählt worden, die Menschen auf den richtigen Weg zu führen.
"Sprecht:" Wir glauben an Allah und an das, was uns herab gesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herab gesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben." Sure 2:136 |
Was bedeutet "Fasten" für Christen und Muslime

![]() | Eine Veranstaltung, die sehr gut besucht war und lebhafte Diskussionen hervorrief. Zuerst hat Pfarrer Christoph Eidmann der Sinn des Fastens der Christen erläutert. Fasten hat in vielen Religionen eine herausragende Bedeutung. Traditionell bedeutet es die freiwillige Einschränkung der Nahrungsaufnahme aus religiösen Gründen. Fasten befreit von zu vielen sinnlichen Eindrücken und öffnet den Menschen für neue Erfahrungen der körperlichen und geistigen Welt. Das körperliche Fasten ist heute aber nicht die einzige Antwort auf den Ruf nach Umkehr und Neubesinnung in der christlichen Fastenzeit. Andere Möglichkeiten sind bewußte Anspruchslosigkeit, umweltfreundliches Verhalten, verantwortungsvoller Umgang mit Hörfunk und Fernsehen. Auch der Verzicht auf Geld zugunsten Notleidender kann zum Fastenopfer werden und den Menschen neue Horizonte öffnen. Ebenso unterstich Pfarrer Franz Josef Kreuer den Sinn des Fasten, der nicht an so strenge Regeln gebunden ist, wie das Fasten der Muslime. | Fasten bedeutet bei den Muslimen auch, das man in dieser Zeit, sich auf Gott besinnt und auch neue Erfahrungen in der geistigen, sowohl auch körperlichen Welt gemacht werden. Muslime enthalten sich im Ramdan, von Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang jeglicher Speise und jeglicher Getränke. Sie enthalten sich auch sexuellen Bedürfnissen. Die 30 Tage Ramadan werden genutzt um in dieser Zeit mit Gebeten zu verbringen und den Koran zu lesen, um sich bewusst zu machen, woher wir kommen und wohin wir gehen. Die Armenspeisung ist ein wichtiger Teil des Ramadan, alle die, die aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nicht fasten, geben pro Tag ein Geldbetrag, womit man einen Menschen speisen kann. Diese strenge Regel gibt es bei den Christen nicht, aber der Sinn des Fasten ist in beiden Religion der Gleiche, sich auf sich besinnen, sich auf Gott zu besinnen, sich auf Menschen zu besinnen, denen es nicht so gut geht, und Zakat abzugeben, damit es anderen auch gut geht. |
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Stand: 29.02.2012