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Hilfe für Frauen und Mächen

 

 

Gewalt, Zwangsheirat und Ehrenmorde

 

Auch wenn es nur wenige sind, ist es wichtig, dass man Frauen und auch Männern, denen Gewalt angetan wird, oder denen eine Zwangsheirat oder eine Heirat gegen ihren Willen angetan wird, geholfen werden muss. Diese Seite soll dazu dienen.

Es gibt immer noch Familien, die meinen ihren Kindern das anzutun und das muss bekämpft werden. Aber es ist lange nicht in dem Maße, wie uns das die Medien weismachen wollen.

Es liegt eine Studie des sozialwissenschaftliche Institut Sinus Sociovision aus Heidelberg vor.
Diese Studie beschreibt  die Individualisierung und Pluralisierung der Lebensformen unter Migranten:

98 Prozent wählen ihren Ehepartner selber;

Von den 2 Prozent, die ihren Ehepartner nicht selber wählen ist aber nur ein ganz geringer Teil, der gegen den Willen verheiratet wird, hier liegen dann die sogenannten "arrangierten Hochzeiten" vor, die in Deutschland auch initiiert werden und nicht als Zwangsheirat betitelt werden können, weil sie mit Einverständnis der beiden Menschen sind, die heiraten.

83 Prozent der befragten Menschen mit Migrationshintergrund leben gern in Deutschland;
82 Prozent sprechen mit ihren engsten Freunden deutsch, und für
74 Prozent sind Bildung und Wissen wichtige Werte.

 

 

NRW startet Initiative gegen

Zwangsheirats-Tourismus

NRW will dem "Spiegel" zufolge den in den Ferien aufblühenden Zwangsheirats- Tourismus mit einer bundesweiten Initiative bekämpfen. In Deutschland aufgewachsenen Mädchen, die im Herkunftsland ihrer Familie gegen ihren Willen verheiratet werden, soll die Rückkehr nach Deutschland erleichtert werden.

NRW fordere dies in einem Beschlussvorschlag, über den die Frauenminister der Länder abstimmen werden. Frauen sollen in Abweichung von gesetzlichen Fristen auch mehr als sechs Monate nach der Ausreise wieder Zuflucht finden können.

Stand: 13.06.2009          Hilfe und Sozialberatung weiter unten  - Yardım ve öneriler aşağıda göz devam

 

Gegen Zwangsheirat

 

Wie jeder Mensch hast auch Du das Recht, frei zu entscheiden, wen Du heiraten willst!

Hilfe findest du HIER

Mädchen Mädchen mit Blume Lachendes Mädchen
Fotos: Giampaolo Macorig | my mailo | FredArmitage (alle flickr)

„Die Ehe darf nur auf Grund der freien und vollen Willenserklärung der zukünftigen Ehegatten geschlossen werden.“ (Artikel 16(2) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, 1948)

Wir informieren Mädchen und junge Frauen, die von Zwangsheirat bedroht oder betroffen sind. Die Beratung ist kostenlos und anonym und findet online statt - einfach hier klicken. Selbstverständlich können sich auch Jungen an uns wenden. Wir sind mit Einrichtungen, die mit Jungen und jungen Männern arbeiten, gut vernetzt. Bei Bedarf vermitteln wir sie gerne an Beratungseinrichtungen in ihrer Nähe weiter.

Eine erzwungene Heirat ist immer eine massive Verletzung Deiner persönlichen Rechte. Liebe und Ehe dürfen niemals etwas mit Zwang zu tun haben!

Wir bieten Dir Informationen in Deutsch, Türkisch, Arabisch, Englisch, Kurdisch und Albanisch.

    Kızlar 
için bilgiler

    Zorla evliliğe hayır - Biz seni destekliyoruz! Her insanın olduğu gibi, senin de kiminle evleneceğine serbest karar verme hakkın var.

    معلومات 
للفتيات

    لا للزواج بالإكراه - نحن نساندك! - لكِ أيضاً مثل كل البشر حق الاختيار بحرية، بمَنْ تريدين أن تتزوجين.

    Information 
for girls

    No Forced Marriage – We will support You! Like any human being you have the right to make your own decision, whom you wish to marry.

    Agahdarî
 ji bona qîzan

    Ji zewaca bi zorê re na – em ji bo te alîkarin! Weke her merovî mafê te heye, ku tu bi ser xwe qerar bide, ku tu dixwaze bi kîjan mirovî re bi zewice.

    Informata
 për Vajza

    Përgjigje me “jo” martesës së detyruar – ne të përkrahim ty! Si çdo njeri edhe ti ke të drejtën tënde, që me vullnetin tënd të vendosësh, se me cilin do të martohesh.

 

Familienberatung bei der DITIB in Köln

Aile danışmanlığı

 

 

Die Türkisch-Islamische Union, DITIB, hat eine Telefon-Beratung zur Hilfe bei Problemen und Konflikten in der Familie eingerichtet.

Ähnlich wie bei den christlichen Kirchen, die mit großem Erfolg Telefon-Seelsorge anbieten, will die DITIB Hilfe zur Selbsthilfe geben und in Notfällen zu anderen Hilfsdiensten weitervermitteln.

Die Beratungen sind streng vertraulich und anonym./p>

 

Hilfe soll gegeben werden bei häuslicher Gewalt, sexuellen Missbrauch und Zwangsheirat.

 

Erreichen kann man die Familien- und Sozialberatung von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

unter der Telefonnummer 0221 3555590

siehe auch unter Gewalt, Zwangsheirat, Ehre

 

 


Gewalt gegen Frauen
 

Die Frau vertritt Anmut, Tugendhaftigkeit, Schön-heit und Feinfühligkeit. Das Leben hat nur mit den Frauen einen Sinn. Es ist nicht möglich, die Gewalt gegen Frauen auf irgendeine Weise zu rechtfertigen.

Der Prophet Mohammad, Friede und Heil auf ihn, sagt:

"empfiehlt den Frauen das Gute ......";

"Habt Ehrfrucht vor Allah bezüglich der Frauen. Sie sind euer anvertrautes Gut."

"Der Beste unter euch ist der, der die Frauen und Mädchen am besten behandelt."

Dies bedeutet, dass wenn die Frauen mit den Männern in den Familien oder in der Gesellschaft zufrieden sind, sind die Männer dieser Familien und der Gesellschaft gute Männer.

Der folgende Hadith, Ausspruch des Propheten, Friede und Heil auf ihn, ist in diesem Sinne erwähnenswert:

 

"Ein Gläubiger ist Jemand, der umgänglich ist. Wenn er nicht umgänglich ist, dann fehlt das Gute."

In familiären Beziehungen gibt es kein Platz für Gewalt.

Eine Religion, die es nicht erlaubt sogar zu Kriegszeiten gefangen genommene Frauen schlecht zu behandeln, kann es zu Recht nicht zulassen, dass gegen die eigene Ehefrau Gewalt ausgeübt wird.

  

 

 

 

Frauen haben sich über das Verhalten ihrer Ehemänner beim Propheten beschwert, daraufhin hat der Prophet den Männern verboten, ihre Frauen zu schlagen, als ob er eine Sklavin schlagen würde und in der selben Nach zu ihr ins Bett steigen. Somit führte er die Schändlichkeit solcher Taten vor Augen.

 

Der Koran hat bestimmte Regelungen für den Ablauf der Scheidung eingeführt und erschwert es, dass der Mann nach Lust und Vergnügen die Scheidung einreichen kann.

Das Eheleben des Propheten ist für die Muslime das höchste Vorbild. Um ein guter Muslim zu sein, muss man sein Verhalten nach ihm ausrichten.

Gegenüber Kindern war er stets liebevoll. Kinder, denen er auf den Weg begegnete, ließ er auf seinem Kamel reiten, er bereitete ihnen Freuden, er liebte und grüßte sie stets. Ihm missfielen die nagativen Einflüsse in den Familien, die Streitigkeiten zwischen den Eltern und Kindern. In einer seiner Überlieferungen heißt es:

 

"Wem Allah die Liebe zu den Kindern schenkt, und dieser sie liebt, wie es Ihm gebührt, wird vor dem Höllenfeuer beschützt."

 

    Häusliche Gewalt

Mehr Schutz vor häuslicher Gewalt

Neue gesetzliche Regelungen eröffnen seit dem 1. Januar 2002 neue Möglichkeiten für die Polizei im Umgang mit
häuslicher Gewalt. Dabei gilt in erster Linie der Grundsatz: das Opfer bleibt, während der Täter die Wohnung verlässt.
Das Gewaltschutzgesetz des Bundes ermöglicht dem Familiengericht, dem Täter langfristig ein Betreten der gemeinsamen Wohnung zu verbieten.

Mehr Schutz vor häuslicher Gewalt
Neue gesetzliche Regelungen eröffnen seit dem 1. Januar 2002 neue Möglichkeiten für die Polizei im Umgang mit
häuslicher Gewalt. Dabei gilt in erster Linie der Grundsatz: das Opfer bleibt, während der Täter die Wohnung verlässt.
Das Gewaltschutzgesetz des Bundes ermöglicht dem Familiengericht, dem Täter langfristig ein Betreten der gemeinsamen Wohnung zu verbieten.

Zugleich wurde mit der Einführung des § 34a des nordrhein-westfälischen Polizeigesetzes den  Beamtinnen und Beamten vor Ort die Möglichkeit gegeben, die gewalttätige Person für die Dauer von zehn Tagen aus der  auch vom Opfer bewohnten Wohnung zu verweisen und ihr die Rückkehr zu untersagen.
Mit den neuen Regelungen soll erreicht werden: 
âTäter erfahren, dass Gewalt in Beziehungen keine Privatangelegenheit ist und sie zur Rechenschaft gezogen werden 
âOpfer häuslicher Gewalt in dem Bewusstsein gestärkt werden, dass staatliche Stellen Hilfe leisten 
âin der konkreten Situation weitere Gewalt verhindert werden kann 
âeine konsequente Strafverfolgung gewährleistet wird 
âdurch Vermittlung an Hilfe und Beratungseinrichtungen dem Opfer Hilfe geleistet wird

 

Hier finden sie Hilfe: http://www.kinderschutzzentren.org/ksz_koeln1.html

e-mail: frauenhaus.rhein-sieg-kreis@t-online.de

und bei jeder Polizeistation

 

Der Prophet Mohammad, Friede und Heil auf ihn, begegnete den Frauen, die in der vorislamischen Zeit vieles erlitten haben, immer mit Anstand und Respekt.

Er trat seiner Frau und seinen Kindern stets mit Liebe und Barmherzigkeit gegenüber, wandte gegen sie weder psychiche noch physische Gewalt an und erlaubte es auch anderen nicht, Gewalt anzuwenden.

 

Zwangsheirat

 

Bei innerfamiliärer Gewaltanwendung ist der Einfluss der Tradition und der Mangel an Liebe groß.

Der Islam hat das falsche Verständnis der vorislamischen Zeit korrigiert.

Mädchen vor der Schandtat bewahrt, lebendig begraben zu werden, den rechtlosen Frauen ihre eigenlichen Rechte zurückgegeben, sie von grausamen Traditionen befreit und ihnen die Freiheit gegeben, rechtliche Verträge selbständig abzuschließen. Der Heiratsvertrag ist einer dieser rechtlichen Freiheiten.

Ohne die Einwilligung der Frau darf sie nicht verheiratet werden. Daher sind die unter Zwang verheirateten Paare, islamisch gesehen kein Ehepaar, da ohne Einwilligung eine Heirat nicht gültig ist.

Genauso wie der Koran der Frau die Glaubensfreiheit gewährt, gewährt er ihr auch die Freiheit bei der Wahl ihres Gatten.

Der Prophet machte die Zwangsverheiratung eines Mädchen nichtig und ermöglichte es ihr, mit dem Mann den sie liebte, verheiratet zu werden.

 

 

Ähnliche Beispiele sind in Hadtihe zu finden. In einem anderen Hadith heisst es, dass das Mädchen bei der Verheiratung selbst einwilligen soll. Dies kann auch einfach durch Schweigen geschehen.

 

Der Gelehrte Ebu Hanife sagt, dass die Frau frei ist und das ihre Willensfreiheit niemand einschränken darf und sie selbst entscheiden darf ob und wann sie heiratet.

 

Das ist das zeitgemäße Verständnis, das auch von den meisten akzeptiert wird.

 

In der schafitischen Rechtsschule ist es etwas anders, danach muss das Mädchen die Einwilligung ihrer Eltern haben, um zu heiraten.

 

Unserer Meinung nach ist diese Rechtschule auf die ländliche Bevölkerung ausgerichtet und demanch ist die Landbe-völkerung von dieser Sichtweise beeinflusst.

 

Hilfe in NRW

 Hier findest Du Hilfe in NRW: Wähle die Stadt, die für Dich gut erreichbar ist, dann erscheinen verschiedene Hilfeeinrichtungen mit Adresse, Telefonnummer und Webadresse. Die Hilfeeinrichtungen sind nach Städten alphabetisch sortiert.

http://www.zwangsheirat-nrw.de/pages/hilfe.html

 Gegen Zwangsverheiratung!

Jeder Mensch hat das Recht, frei zu entscheiden, wen er heiratet. Dies gilt für Mädchen wie für Jungen, ganz unabhängig von Herkunft, Religion, Hautfarbe und Alter.

Leider sieht die Realität oft anders aus. Es kommt in allen Ländern und Kulturen vor, dass junge Menschen gegen ihren Willen verheiratet werden. Auch in Deutschland leiden junge Menschen unter den Folgen einer erzwungenen Heirat

 

Jugendamt der Stadt Niederkassel

53859 Niederkassel
Stadt Niederkassel - Jugendamt -
Rathausstr. 23
53859 Niederkassel
Tel: 02208 9466 0
Fax: 02208 9466466
r.wasserloos@niederkassel.de
Internet:
www.niederkassel.de

 

Beratung bei häuslicher Gewalt 
Frauenzentrum Troisdorf e.V.
Hospitalstr. 2, 53840 Troisdorf
Tel. + Fax: 02241-72250
e-mail: Frauenzentrum.Troisdorf@t-online.de  
Mo - Fr 09.00 - 12.00, Di + Do 14.00 -16.00

 Homepage von Terre Des Femmes.
Ausführlich kann man sich auch bei der Frauenrechtsorganisation Terre Des Femmes informieren. Hier können Sie auch das Buch: "Zwangsheirat - Lebenslänglich für die Ehre" bestellen und LehrerInnen können über die Organisation eine ausgezeichnete Unterrichtsmappe zum Thema "Zwangsheirat" beziehen.

 Homepage der Kriseneinrichtung Papatya.
Hier geht es zu einer anonymen Kriseneinrichtung für jungen Migrantinnen mit vielen Informationen und Hilfsangeboten.

 

 Frauenhaus Troisdorf

Frauen helfen Frauen Troisdorf/Much e.V.

Telefon 02241 1484934

Fax 02241 932108

E-Mail.info@frauenhelfenfrauenev.de

 

 

 Frauenhaus des Rhein-Sieg-Kreises
Tel. + Fax: 02241-330194
e-mail: frauenhaus.rhein-sieg-kreis@t-online.de
Mo - Fr 09.00 - 14.00

 

Menschenrechte für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen!

Willkommen bei Agisra e.V. Köln

Informations- und Beratungsstelle für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen

Wir sind ...

  • eine autonome, feministische Informations- und Beratungsstelle von und für Migrantinnen, schwarze Frauen, Jüdinnen und Flüchtlingsfrauen.

  • gegen jede Form von Diskriminierung, z.B. Antisemitismus, Islamophobie, Antiziganismus, Rassismus und Sexismus.

  • ein interkulturelles Team und sprechen deutsch, englisch, spanisch, französisch, serbokroatisch, koreanisch, persisch, tigrigna, amharisch, türkisch und portugiesisch. Beratungen in anderen Sprachen führen wir mit Dolmetscherinnen durch.

  • Mitglied im DPWV (Der Paritätische Wohlfahrtsverband) und KOK (Koordinierungskreis gegen Frauenhandel und Gewalt an Frauen im Migrationsprozess).

  • regional und überregional mit anderen Frauenorganisationen vernetzt.

Wir fordern ...

  • Menschenrechte für Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen

  • die rechtliche und soziale Gleichstellung
    von Migrantinnen

  • ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für Migrantinnen bei der Eheschließung

  • die Anerkennung von frauenspezifischen Fluchtgründen auch in der Praxis

  • die Abschaffung der Abschiebehaft / Bleiberecht für Opfer von Frauenhandel

agisra e.V.

arbeitsgemeinschaft gegen internationale
sexuelle und rassistische ausbeutung



Steinbergerstr. 40
50733 Köln (Nippes)

U-Bahn-Station Florastraße
Linien 6, 12, 15

Tel.: 0221 - 124019 / 1390392
Fax: 0221 – 9727492
Telefonische Sprechzeiten
Mo, Di und Do 10.00 – 15.00 Uhr

Für weitere Informationen besuchen Sie unsere Internetseite:
www.agisrakoeln.de
E-mail: info@agisra.org

Unsere Arbeit können Sie mit Ihrer Spende unterstützen.

Spendenbescheinigungen werden ab 50 Euro ausgestellt.

Förderverein agisra Köln e.V.
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Konto: 335 520 92

 

 

 

Auch wir alle sind aufgefordert wachsam zu sein und Hilfe zu organisieren

Ein lesenswerter Beitrag, wie es zu Zwangsheirat kommt und die Folgen.

 

 

Frauenministerkonferenz beschließt längere Fristen

Zwangsheirat: Chance zur Rückkehr

Grund für eine Zwangsheirat ist nicht die Religion,

sondern traditionell verankerte, patriarchalische Strukturen in der Familie."

Von Conny Crumbach

Ausländerinnen mit einem Aufenthaltstitel in Deutschland sollen jederzeit wieder einreisen dürfen, wenn sie im Ausland zwangsverheiratet wurden. Dafür haben sich am Donnerstag (18.06.09) die Frauen- und Gleichstellungsminister von Bund und Ländern ausgesprochen.

Behshid Najafi

Die Pädagogin Behshid Najafi von der Kölner Migrantinnen-Beratung Agisra kennt das Problem. Sie hat Frauen beraten, die zwangsverheiratet wurden und später versuchten, nach Deutschland zurückzukehren. Ein Beispiel aus jüngster Vergangenheit: "Die Frau ist nach drei Jahren Zwangsehe mit einem Touristenvisum nach Deutschland gereist. Sie wollte hier bleiben, aber musste wieder zurück", erinnert sich Najafi, "so ist das Gesetz". In einem anderen Fall konnte Agisra helfen. Die betroffene Frau meldete sich sofort bei der Beratungsstelle, als man ihr in ihrem Herkunftsland den Pass abnahm. "Wir haben dann mit der Ausländerbehörde gesprochen und die Frau konnte nach Deutschland zurückkommen", erzählt Najafi.

Geburtsland spielt keine Rolle

Doch in den meisten Fällen können die Beraterinnen nichts gegen den Verlust der Aufenthaltsgenehmigung tun. "Wir erleben jedes Jahr etwa drei bis vier Fälle, in denen die Frauen nach einer Zwangsheirat oder Verschleppung nicht mehr nach Deutschland zurückkehren dürfen, weil die Frist überschritten wurde", berichtet Behshid Najafi. Das deutsche Gesetz sieht bisher vor, dass Migranten ihre Aufenthaltsgenehmigung verlieren, wenn sie sich länger als sechs Monate im Ausland aufhalten. Das gilt auch für diejenigen, die in Deutschland geboren und zur Schule gegangen sind.

Ohne Aufenthaltsstatus keine Arbeitserlaubnis

Zurück zum ungewollten Ehemann?

Für Frauen, die zwangsverheiratet wurden, gibt es zwar eine Härtefallregelung, doch diese kann fast niemand erfüllen. Die Frau darf nur in Deutschland bleiben, wenn ihr Lebensunterhalt gesichert ist. Doch ohne Aufenthaltserlaubnis fehlt den Rückkehrerinnen auch die Arbeitsgenehmigung und so ist es für sie unmöglich, selbst Geld zu verdienen. Von den Verwandten gibt es meist keine Unterstützung: "In einem Fall haben sich die Eltern, die noch in Deutschland lebten, geweigert für den Lebensunterhalt der Tochter und deren Kind aufzukommen. Sie waren für die Zwangsehe", berichtet Najafi.

Vorschlag aus NRW angenommen

Das soll sich nun ändern. Ausländerinnen, die einen Aufenthaltstitel in Deutschland haben, sollen jederzeit wieder einreisen können, wenn sie zwangsverheiratet wurden. Für diesen NRW-Vorschlag haben sich am Donnerstag (18.06.09) die Frauen- und Gleichstellungsminister von Bund und Ländern auf ihrer Frauenministerkonferenz im niederrheinischen Nettetal ausgesprochen. Nun müssen noch die Innenminister von Bund und Ländern zustimmen. Über weitere Ergebnisse der zweitägigen Konferenz wird NRW-Ressortchef Armin Laschet (CDU) am Freitag (19.06.09) in Düsseldorf berichten.

"Religion ist nicht der Grund für eine Zwangsheirat"

Zwang auch für Männer

Gesicherte Zahlen über Zwangsheiraten und Verschleppungen gibt es in NRW bisher nicht. Agisra beriet im letzten Jahr in Köln 62 Mal zum Thema Zwangsheirat. Behshid Najafi geht von einer hohen Dunkelziffer aus: "Die Frauen müssen erstmals den Weg zu uns finden. Viele wissen gar nicht, dass es uns gibt."

Die Onlineberatung des Mädchenhauses Bielefeld, die für ganz NRW zuständig ist, zählte in den letzten zwei Jahren rund 350 Beratungsgespräche. Davon eine ganze Reihe mit betroffenen Männern. Auch bei Agisra, eigentlich eine Beratung für Frauen, melden sich regelmäßig vor allem homosexuelle Männer, die gegen ihren Willen mit einer Frau aus ihrem Herkunftsland verheiratet werden sollen. Einig sind sich die Beratungsstellen darin, dass Religion nicht der Grund für eine Zwangsheirat ist. Behshid Najafi: "Ich habe auch schon christliche Frauen beraten, die zwangsverheiratet wurden. Zum Beispiel aus Bosnien. Grund für eine Zwangsheirat ist nicht die Religion, sondern traditionell verankerte, patriarchalische Strukturen in der Familie."

In der Islamischen Zeitung gefunden, mehr Information unter http://www.mutes.de/index.php/kontakt

Der Begriff der Ehre

 

Der Begriff Namus (Ehre) ist ein arabischer Ausdruck.Die Pluralform heisst "nevamis". Die Bedeutugen sind: Gesetz, Ordnung, Anstand, Schamgefühl, Ehre, Sauberkeit usw.

Man meint hierbei vor allem den Anstand.

Im islamischen Recht bedeutet Namus Gunst und Wohltat (Ishan). Es bedeutet auch in Schutz nehmen, verehren. Für anständige Frauen und Männer wird häufig der Ausdruck Muhsan oder für Frau Muhsana benutzt. Diese Begriffe spiegeln verheiratete Menschen wieder.

Im islamischen Recht werden diese Begriffe für ein Ehepaar, welches seine Ehre beschützt verwendet. Das bedeutet, dass der Begriff Ehre sowohl für den Mann als auch für die Frau angewandt wird. Folgender Vers aus dem Koran bringt dies zum Ausdruck.

 

"Sage den gläubigen Männern, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit bewahren sollen. Das ist geziemender für sie. Siehe Allah kennt ihr Tun. Und sage den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen."

 

Wenn aus irgendwelchen Gründen die Ehre verletzt und die Grenzen des Erlaubten überschritten werden, so sieht die Strafe ebenfalls keine Unterschiede für den Mann und die Frau vor.

Ehrenmorde

Als PDF-zu lesen.

Der Begriff Islam impliziert den Begriff Frieden, Barmherzigkeit und Vertrauen. Jede Sure fängt im Namen dessen an, der der Barmherzige und der Allerbarmer ist. In den ersten Versen der Eröffnenden Sure kommt die Allerbarumung und die Barmherzigkeit zum Ausdruck.

Die ist jedem Muslim, der fünfmal am Tag betet, bewusst. Wenn dies nicht der Fall ist, dann gibt es ein ernsthaftes Problem in der Bildungsfrage. Der Fehler ist demnach nicht im Islam, sondern bei den Muslimen zu suchen, die den Islam nicht kennen und das Leben des Propheten Mohammed nicht erforscht haben. Im Islam gibt es weder innerhalb noch außerhalb der Familie Gewalt./font>

Der Ehemann muss der Ehefrau mit Liebe und Zuneigung begegnen. Der Prophet hat seinen Anhängern Gewaltanwendungen gegen Familienangehörigen strengstens verboten. Er war in dieser Hinsicht, wie in jeglicher Hinsicht gegenüber seinen Familienangehörigen ein Vorbild. Auch psychisch, also mit Worten, hat er niemanden, schon gar nicht seine Familienangehörigen verletzt. Und in seiner Abschiedspredigt, der berühmten letzten Rede, hat er noch einmal die Rechte der Frauen betont.

 

Die Grundlage der islamischen Familie ist die Liebe. Darauf stützt sich die Familie. Jede Sache wird mit voller Liebe, Unterstützung und Beratung getan. Die Religion des Islam ist eine Religion der Liebe. An 62 Stellen im Koran wird von der Liebe berichtet. Die Aussprüche des Propheten geben einem Menschen die Liebe auf dem Weg, und auch unsere Kultur und Mystik basiert auf der Liebe. Im Koran deutet Allah darauf hin, dass alle Befehle und Empfehlungen aus Seiner Schatzkammer der Liebe kommen.

Das gute Sachen getan werden sollen und von schlechten Sachen fern zu bleiben ist, sagt der Koran uns voller Liebe. Wenn ein Muslim den Koran und das Leben des Propheten kennt, wird er niemals in seiner Familie die Gewalt anwenden.

Muslime die trotzdem Gewalt anwenden entfernen sich von den islamischen Prinzipien.

 

 

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Stand: 21.02.2012