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Islam und Feminismus

Feminismus als Unwort?

„Ich will jetzt mal etwas Feministisches sagen, obwohl ich keine Feministin bin.“ Diese Äußerung einer ehemaligen Vorstandsfrau eines größeren muslimischen Verbandes schildert exakt das Dilemma, in dem sich muslimische Frauen nur allzu oft befinden.

VON Rabeya Müller

Rabeya Müller hat Islam. Theologie, Islamwissenschaften und Pädagogik studiert, Sie ist stellv. Vorsitzende des ZIF (Zentrum für Islam. Frauenforschung und Frauenförderung), Mitglied in vielen interreligiösen Institutionen und Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied des
Liberal Islamischen Bundes.
 

Die Vorsicht, mit der die Rednerin das Wort ‚feministisch’ in den Mund nimmt und natürlich gleichzeitig weit von sich weist, zeigt, wie verpönt diese Wortwahl in traditionellen Kreisen ist.

Hier, wie in vielen anderen Beispielen auch, wird, eine Konnotation transferiert, die der Sache an sich einfach nicht gerecht wird.

Diese Problematik der Begrifflichkeiten, welche vielfach als Aufhänger dazu genutzt werden, um die jeweilige Zugehörigkeit zu manifestieren, kommt einem vor wie das alte ‚Teekesselchenspiel’, das viele vielleicht noch aus der Schulzeit kennen.

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Wissen kontrolliert den Glauben

 
 

Der kürzlich verstorbene Islam-Literaturwissenschaftler Abu Zaid (gest.2010) schrieb zum Thema folgendes:

>>Die Frage, ob nicht-arabische Muslime beim Gebet den Koran in Übersetzung rezitieren dürfen, wurde zuerst von Abu Hanifa (gest. 767), dem Begründer der hanefitischen Rechtsschule behandelt.<<

Er selbst war der Meinung, dass aus religiöser Sicht nichts dagegen spricht, wenn ein Muslim, der den Koran auf Arabisch weder lesen noch rezitieren kann, das Gebet mit Hilfe einer Übersetzung vollzieht.
Er erlaubte das sogar für all jene, die etwas Arabisch gelernt haben, denen es aber weiter schwer fällt, den Koran auf Arabisch zu rezitieren.
Siehe Muhammad Abu Zahra: Abu Hanifa. Hayatuhu wa’-asruhu, ara’uhu wa fighuhu (Abu Hanifa. Sein Leben, seine Zeit, seine Ansichten, seine Rechtsurteile), 2. Aufl., Kairo 1977, S. 241.<< (Vgl. Abu Zaid – Gottes Menschenwort, Herder Verlag S. 148)

Viele Gelehrte ziehen aus dem Vers 196 der Sure 26 (schuara) die Schlussfolgerung, dass der Koran, auch wenn er in einer anderen Sprache übersetzt wurde, als ein Koran zu bezeichnen ist.
http://tavhid.de/?p=1029#more-1029 Aus der Webseite:  Wissen kontrolliert den Glauben: weiterlesen

 

 

 

Der Islam eine Religion der Liebe

und unvereinbar mit

Terror, Ehrenmorden und Zwangsehen.

Islam ist anders, als weithin geglaubt wird. Indes, wer in Deutschland weiß schon, was einige der hier ansässigen, friedfertigen Richtungen des Islams lehren und tun? Im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen oft nur Radikale, deren absurde Interpretationen des Korans und der Hadithe (Berichte über Worte und Taten des Propheten Mohammed) von den Medien dann einfach übernommen werden.

Warum aber werden die goldenen Regeln des Korans, also barmherzig zu allen Geschöpfen zu sein, Gutes zu tun und sich selbst zu reinigen, um Gott zu finden, so oft nicht ernst genommen? Warum folgen so viele, die sich Muslime nennen, nicht dem Beispiel ihres Propheten?

Zum einen vielleicht deswegen, weil sie den Koran wie ein totes Buch behandeln, ihn wortwörtlich interpretieren statt mit Inspiration und Verstand. Zum anderen, weil sie autoritätshörig gewissen Predigern hinterherrennen, anstatt durchzudenken, was ihnen von der Kanzel herab verkündet wird. Hinzu kommt, dass das Grundprinzip des Islams, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen, nicht verstanden wird. Ein Muslim ist derjenige, der Frieden hat und Frieden verbreitet,

Der ganze Artikel: Islam eine Religion der Liebe und unvereinbar mit Terror.pdf

 

 
 

Liberal-Islamischer Bund e.V.
lädt zur Podiumsdiskussion
"Islamkritik oder  Islamfeindlichkeit?"

• Beginn: 17.06.2011, 19.00 Uhr
• Ort: Melanchthon- Akademie Köln, Kartäuserwall 24, 50678 Köln

• Eintritt: 3 €

Die aktuelle Debatte um den Islam und die Integrationsfähigkeit der Muslime sind an vielen Stellen von Vorurteilen geprägt. Unter dem Stichwort Islamkritik findet sich heute alles - von Volksverhetzung bis hin zur seriösen Auseinandersetzung mit echten Defiziten.
Islamfeindlichkeit ist kein ausschließlich modernes Phänomen.

Antimuslimische Motive bahnen sich seit Jahrhunderten ihren Weg in die abendländische Gesellschaft. Damals wie heute werden dem Islam Attribute zugeschrieben, die ihn und seine Anhänger prinzipiell als rückständig und gewaltbereit qualifizieren.
Islamfeindlichkeit zieht sich durch alle Gesellschaftschichten. Sie finden sich in den Medien, in der Politik und im ganz normalen Alltag.

Vor allem das Internet ist im Zeitalter von World Wide Web ein beliebtes Medium zur Stimmungsmache geworden. Hinzu kommen zahlreiche Bücher, Artikel und Stellungnahmen von "Islamkritikern", wie Ralf Giordano oder Necla Kelek und anderen.
Eine repräsentative Allensbach Umfrage von Mai 2006 ergab: 83 % der Befragten glauben, dass der Islam fanatisch ist, 63 % betrachten ihn als rückständig, 71 % als intolerant und 60 % als undemokratisch. 91 % gaben an, dass sie beim Stichwort Islam zuerst an die Benachteiligungen von Frauen denken.
Wie erklären sich diese Zahlen und was sind die Ursachen? Welche Auswirkungen haben sie auf Muslime? Und vor allem: Wie viel Platz bleibt da überhaupt noch für seriöse Islamkritik?

 
on links nach rechts:
Luay Radhan
, 2. Vorsitzender des LIB e.V.
und Islamwissenschaftler;
Rabeya Müller
, Islamwissenschaftlerin, muslimische Theologin und Religionspädagogin. Leiterin des  Instituts für interreligiöse Pädagogik und Didaktik in Köln, 
Leila Ulama-Benazzouz
, Mitglied im LIB, Politik- und Islamwissenschaftlerin, Projektmanagerin der Bertelsmann Stiftung, Till-R. Stoldt, Redakteur der Welt am Sonntag,
Prof. Dr. Andreas Zick, Sozialforscher an der Universität Bielefeld
Einig war man sich auf dem Podium, dass die Islamfeindlichkeit mit Menschenfeindlichkeit gleichzusetzen ist. In den 10 Jahren, die Prof. Dr. Zick untersucht hat, hat sich dieses Phänomen verstärkt.
Es werden Traditionen dem Islam zugeschrieben, die man auch in anderen Gruppen finden kann.
Mit Meinungsfreiheit ist es nicht zu erklären, dass im Internet eine Hetze gegen die Muslime abgezogen wird, die nicht mehr tolerierbar ist.
Der Liberal-Islamische Bund ist zur rechten Zeit gegründet worden und muss in der Öffentlichkeit mehr für Ausgleich sorgen.
 
  
  Mit lyrischen türkischen Liedern begleitetete der Musiker Mario Rispo diese gute Veranstaltung,  
 
 

Diese drei Frauen, einige Artikel finden sich in meiner Webseite, sollten Vorbild für alle jungen Musliminnen sein, diesen Weg einzuschlagen. Es ist der Einzigste um eine Anerkennung und Integration zu haben.

Ausgrenzungen von Frauen gehört nicht mehr in unsere Zeit.

 
   
 Artikel in dem multikulturellen Frauenmagazin

"Die gemäßigten Muslime müssen mutiger für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit eintreten !"

VON: ELISABETH MARIAM MÜLLER

Wir haben hier ein Grundgesetz, und dieses Gesetz ist kompatibel mit dem Islam!

Gleichberechtigung von Mann und Frau, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden ist ein Gebot.

Männer und Frauen zu separieren gehört nicht mehr in diese Zeit! Es sei denn, die Männer wollen wieder verlorenes Terrain gut machen und die Zeit zurück drehen.


"Mohammed, Marktwirtschaft und Moderne passen sehr wohl zusammen."


In unserer aufgeklärten Zeit, gehören diese Anweisungen nicht mehr!

Muslime sind, ebenso wie die Christen an die 10 Gebote gebunden. Dort steht, "Man soll nicht begehren deines Nächsten Weib". Legitim ist allerdings, dass eine Religion vor sexuellen Ausschweifungen warnt ,und sagt, das Ehebruch eine Sünde ist, aber die Schlussfolgerungen, die oft daraus gezogen werden , sind nicht mit der heutigen Zeit vereinbar.

Die gemäßigten Muslime müssen - unter Wahrung ihrer religiösen Identität - mutiger für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit eintreten. Für eine Staats- und Wirtschaftsordnung, die Talente entfesselt, statt sie zu lähmen.

Für wirkliche Religionsfreiheit - für einen Islam der Toleranz und des Fortschritts.
Die vielen Millionen hier lebende Muslime könnten dabei eine wichtige Rolle übernehmen.
Während unser Prophet, Friede und Heil auf ihn, gelebt hat, hat er nie die Frauen ausgeschlossen. Sie waren bei seinen Predigten dabei und haben inmitten der Gemeinde die Lehren des Gesandten gehört. Auch nach der Zeit, als Mohammed, Friede und Heil auf ihn, gestorben war, haben Frauen seine Lehren der Umma (Gemeinde) mitgeteilt. Hätte man es den Frauen nicht gestattet, wäre über ein Viertel des Islam nicht übermittelt worden.
Bis ins 16. Jahrhundert haben gelehrte Frauen, Männer und Frauen Unterricht erteilt und konnten sogar Fatwas (Urteile) aussprechen. siehe Artikel "Weibliche Gelehrte im Islam"Diese Separierung ist mit der Zeit gekommen, Männer haben vieles so ausgelegt, dass sie ihre Macht ausüben konnten. Dieses Phänomen ist in allen drei abrahamistischen Religionen zu erkennen.

Die gemäßigte Mehrheit der Muslime muss die faszinierende Botschaft des Propheten Mohammed, Friede und Heil auf ihn, in die Neuzeit übersetzen und die gesellschaftlichen Reformen fortsetzen, die dieser unter Einsatz seines Lebens begonnen hatte.
Sie muss den vorislamischen Ballast abwerfen, der die Renaissance der muslimischen Zivilisation behindert. Wir müssen eine Bildungselite schaffen, die die muslimische Welt erfolgreich ins dritte Jahrhundert führt.
Mohammed, Marktwirtschaft und Moderne passen sehr wohl zusammen. Er war kein Reaktionär und führte sein Volk nicht 1400 Jahre zurück, sondern nach vorne. Er war ein egalitärer Revolutionär, der den Mut hatte, die Fesseln der Traditionen zu sprengen.
Sein Islam war keine Religion des Stillstandes oder des Rückschrittes, sondern der Erneuerung und des Aufbruchs.
Diese Dynamik, die er uns vorgelebt hat sollten wir übernehmen und den Islam in unsere aufgeklärte Zeit holen, er kann uns vieles geben, wenn wir nur wollen.
Aber die Zeit zurück zu schrauben, dass ist wohl total verfehlt. In welche schlimmen Situationen drängt man die jungen Menschen, die hier groß geworden sind, und in welche Gewissensbisse. Die Gefahr ist so groß, dass sie sich vom Islam abwenden.

Gastautorin: Elisabeth Mariam Müller war 34 Jahre Mitglied des Rates der Stadt Niederkassel und sechs Jahre lang im Vorstand der DITIB-Moschee der Stadt Niederkassel. Heute ist sie Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt und arbeitet ehrenamtlich in Sachen Integration. Das Hauptanliegen ihrer Arbeit ist, Kindern und Jugendlichen besonders aus sozialschwachen Familien zu helfen, da sie heute sowohl in Kindergärten und Schulen benachteiligt werden. 2002 ist sie zum Islam übergetreten. Für sie ist der Islam eine moderne und fortschrittliche Religion. Seither setzt sie sich mit der Frage auseinander, warum zahlreiche Muslime Tradition und Religion vermischen und sich nicht trauen, ihre Religion in die heutige Zeit zu holen.


 
 
 

Der schwere Weg um ein Miteinander der Kulturen.

Wenn wir die Probleme, die wir miteinander haben nicht ansprechen dürfen, ist das meines Erachtens eine falsche Toleranz, und die ist nicht angebracht.

Man sieht es an den Reaktionen auf die Kriminologische Studie, die die Bundesregierung in Auftrag gegeben hat, wo festgestellt wurde, dass gerade in der türkischen Community Probleme erkannt wurden, sei es, dass die Gewalttätigkeit hier größer ist, als in anderen Gruppen und gerade männliche Türken ein Machogehabe an den Tag legen, dass das Miteinander immer wieder einen Rückschlag erlebt. Spricht man es an, wird beleidigt reagiert. Und das Beleidigtsein führt nicht dazu, dass sich etwas ändert.

Wir müssen in unserer Gesellschaft Probleme ansprechen dürfen. Wir bekommen immer mehr Studien auf den Tisch, die sagen, dass das Bildungsniveau weit unter dem liegt, was in andere ethnischen Gruppen vorgewiesen wird.

Der Grund ist, dass viele türkischstämmige Menschen ihren Islam nicht kennen, und so viel Unverständnis und Unwillen in Bezug auf integrative Themen vorhanden sind.

Besonders die Reaktion der Männer ist erschreckend, vor allen Dingen, wenn sie in ihrem Gegenüber nicht die ängstliche Türkin haben, die sich ihren Regeln unterwirft, sondern jemand, der emanzipiert und selbstbewusst die eigene Meinung vertritt.

In Diskussion erlebt man, wie aggressiv die Haltung solcher muslimischer Männer ist, ob – jung oder alt – wobei die männlichen Muslime, die hier aufgewachsen sind, dabei hervortreten. Zu viele von ihnen gebärden sich als aufgeblasene Machos. Blass sind und bleiben sie deshalb, weil sie nicht über Inhalte verfügen, ihre zu Schau getragenen Ansichten zu rechtfertigen. Sie argumentieren nicht, sondern greifen mit sehr unfairen Mitteln an, um ihre Stellung zu behaupten.

Die Imame haben eine großen Anteil daran, die Unwilligkeit in der Integration zu stärken, die verkrusteten Ideen, die sie aus der Türkei mitgebracht haben, werden an die Gläubigen weitergegeben, und auch übernommen. Viele Traditionen, die seit Jahrhunderten in der Türkei befolgt werden, werden mit dem Islam begründet, weil zu viele ihre Religion nicht kennen, wird das auch übernommen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihre Meinung konträr gegen das Grundgesetz laufen oder auch gegen das Menschenrecht.

Wir müssen mehr Toleranz von unseren türkischstämmigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern fordern. Wir müssen fordern, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau beachtet wird. Wir müssen fordern, dass Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden beachtet wird. Der Islam ist eine Religion, die Toleranz zu anderen fest geschrieben hat, die auffordert das Wissen zu mehren und sich Gedanken zu machen und auch auffordert die Religion und Traditionen zu hinterfragen.

 

 

 

Die Ethnisierung sozialer Probleme
Hartz IV

Einer Studie des Bundesarbeitsministeriums zufolge beziehen Migranten häufiger Hartz IV als der Rest Deutschlands. Die Studie wurde bereits November 2009 veröffentlicht bekommt aber erst jetzt die ihm gebührende Aufmerksamkeit.

Ethnisierung sozialer Probleme im PDF-Format

 

 

 

Ausländer werden diskriminiert.

Artikel im PFD-Format Artikel

 

 

   
 
den ganzen Artikel im PDF-Format hier
 
 

Kölner Stadtanzeiger

28.08.2008

Der lange Weg zum Minarett

Bau der DITIB-Moschee in Köln-Ehrenfeld

 

 

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Stand: 13.02.2012