Die letzte Aktivität
Die letzte Aktivität, die viel Kraft und Zeit gebraucht hat war, Kandidaten zu finden für die Integrationswahlen die am 07.02.2010 in Nordrhein-Westfalen abgehalten wurden. Schon im September 2009 habe ich mit dem neuen Vorsitzenden (2006 – 2011) Ramazan Elmas eine Liste in der Moschee ausgelegt, wo sich interessierte Gemeindemitglieder eintragen konnten. Viele Gespräche geführt, aber die Resonanz war nicht so, wie ich es dachte. Da habe ich mit Frau Bayer-Helms (CDU) und Gerhilda Wagener (Grüne) auch noch andere Menschen, die aus anderen Ländern hier wohnten angesprochen und mit der Zeit hatten wir nicht nur aus der türkischen Gemeinde Menschen dafür interessiert, sondern Menschen aus Italien, Griechenland, Türkei, Frankreich, Kenia und Sri Lanka gewinnen können. Die Suche war überaus positiv, acht Frauen wollten sich engagieren und mitmachen. - Frau Turkan Benal, (deutsch/türkisch)die sich schon im Familienzentrum aktiv beteiligt, - Frau Dilber Yavuz-Yüksel (deutsch/türkisch), eine zukünftige Lehrerin, - Frau Fabiana Destradis,(italienisch), Erzieherin von Beruf, - Frau Ayse Candar,( türkisch) Mutter von 6 Kindern, zwei davon in der Grundschule, die durch ihre Erfahrung viel beitragen wollte, - Frau Sultan Kaymak (türkisch), Erzieherin wollte aktiv werden, - Frau Elena Adrianova, (staatenlos), ebenfalls mit viel Erfahrung und - Frau Valerie Dick, (französisch) berufstätige Mutter von zwei Kindern, haben tatkräftig die Liste unterstützt.
Auch zu erwähnen, die vier Männer die für die Liste kandidierten, Herr R. Buvanendran (Sri Lanka), seit Jahren immer im Ausschuss für Integration zu finden, Herr O. Kangöz (türkisch), Vorstandsmitglied der DITIB-Moschee und Vater von drei Söhnen, Herr A. Elmas (deutsch/türkisch), konnte auch berufliche Erfahrungen mit einbringen und der junge Herr D. Flick (deutsch/kenianisch) waren sicher eine Bereicherung. Ein Grund, das die Liste keine Gnade bei den türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gefunden hat, und auch nicht mehr die Unterstützung der Moschee-Vertreter war sicherlich, dass acht Frauen auf der Liste standen und nur vier Männer. Es ist immer noch so, dass die Männer es nicht verkraften können, dass Frauen in der Öffentlichkeit aktiv werden, dass können sie nicht unterstützen und versuchen es zu verhindern. Wir haben eine Wahlversammlung abgehalten und die Liste aufgestellt und die Listenplätze festgelegt. Ich wurde gebeten, den Listenplatz 1 einzunehmen, dass ich aber nur mit der Voraussetzung zugestimmt habe, dass ich nach einem Jahr zurücktreten kann. Dann passierte etwas, was ich bis heute nicht begreifen kann, die SPD hatte auch zwei Mitglieder der SPD und den Bruder des Vorsitzenden Hilmi Elmas aus der Moscheegemeinde aufgestellt. Orhan Kangöz und ich konnten das nicht verstehen, weil wir ihn auch angesprochen hatten, Hilmi Elmas hat uns aber zu verstehen gegeben, dass er von Jürgen Schulz angesprochen worden sei, und er versprochen hätte für die SPD zu kandidieren. – Dieses Gespräch hat er hinter her oder bis jetzt geleugnet – . Die SPD hatte es nicht geschafft, eine Liste aufzustellen, so dass die drei Kandidaten einzeln zur Wahl antraten. Ich ahnte schon nichts Gutes. Hilmi Elmas war in einem türkischen Sportverein und war bekannt, meine Kandidaten dagegen nicht so sehr . Hilmi Elmas hat dann mit Hilfe der SPD auch noch einen aggressiven Wahlkampf gemacht und hat bei der Wahl von den sechs Sitzen, 4 Sitze geholt. Aber, da sie keine Liste aufgestellt hatte, konnte nur 1 Sitz, besetzt werden. Herr Hilmi Elmas nahm den Platz ein. Die beiden anderen Sitze gingen an die Liste. Ich wurde gewählt und auch Herr R. Buvanendran (Sri Lanka). Die Enttäuschung in unserer Gruppe war riesengroß. Da auch der Vorsitzende der Moschee, Ramazan Elmas, in dieser Sache kein ehrliches Spiel gespielt hatte, habe ich danach meine Arbeit für die Moschee Niederkassel eingestellt. | | Auf der Liste standen 5 Moscheevertreter: Platz 1: Elisabeth Müller; Platz 4: Orhan Kangöz, Platz 5: Dilber Yavuz-Yüksel; Platz 6: Ayse Candar; Platz 7: Ahmet Elmas, 6 türkischstämmige Bürgerinnen und Bürger dazu 1 Französin, 1 aus Sri Lanka, 1 Kenia, 1 Ukrainerin, 1 Italienerin, 1 Deutsche | |
Die SPD hatte im Nachhinein nochmals Rache geübt, dass ich meinen Sitz damals im Rat behalten hatte, dadurch hatten sie den Fraktionsstatus verloren und auch finanzielle Einbußen hinnehmen müssen. Schade ist nur, dass die Gruppe auseinander gefallen ist, und die vielen Ideen, die wir hatten nicht umgesetzt werden können. Der Integrationsausschuss ist nur ein Alibi-Ausschuss und bringt nichts zustande. Auch ich habe nicht mehr die Kraft Leben hinein zu bringen. 
Leserkommentar 
Mit dem Bürgerverein hatten wir ein Internationales Fest auf die Beine gestellt, dass wirklich ein großer Erfolg war, auch hier hat die SPD diesen Erfolg kaputt geredet und auch dadurch dieses Fest kaputt gemacht, weil der Bürgerverein und der Sportverein LÜRA keine Lust mehr hatten, die viele Arbeit auf sich zu nehmen. Was aber dann passierte hat bei mir Kopfschütteln hervor gebracht. Ende 2011 hörte ich, dass die SPD eine Mitgliederversammlung im großen Saal der Moscheegemeinde abgehalten hat. Es waren Neuwahlen und sie haben zwei türkische Gemeindemitglieder als Beisitzer in den Vorstand gewählt, natürlich Hilmi Elmas und Herrn Tekin Aslan. Es waren die gleichen Verantwortlichen, die mir vorgeworfen haben, dass ich mit meinem Engagement für die Türken, die SPD in ganz Niederkassel blamieren würde. Zitat aus der E-Mail von 2006 – vom Fraktionsvorsitzenden und jetzigen Pressesprechers. Deines großen (nicht so Wohlmeinende sagen wegen des fanatischen) Einsatzes in der muslimischen Gemeinde schon länger in der Fraktion schwelt,
Zitat vom Geschäftsführer der SPD Ich meine auch, es ist jetzt an der Zeit, sie klar in die Schranken zu weisen, die blamiert die SPD in ganz Niederkassel immer mehr. Es kann doch nicht sein, dass wir es zulassen, gefragt zu werden, wieso wir so etwas in unseren Reihen zulassen! Die Sache gehört jetzt auch in die Fraktion. Es kann schließlich nicht sein, dass sie die (vermeintlichen) Interessen der Türken bzw. der Moschee über diejenigen der Fraktion und der Partei stellt! Die hat ihr Mandat schließlich Deiner damaligen Intervention im Vorstand und dem Vorziehen auf Listenplatz 3 zu verdanken, also letztlich ausschließlich der SPD und nicht der Moschee !
Grüße Allerdings hat der Vorsitz in der SPD und in der Fraktion gewechselt und vielleicht wird jetzt nicht mehr unfair gegen die Moscheegemeinde und die Muslime geboxt, wie man das in der Vergangenheit getan hat. Es wäre zu hoffen. |