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Eintritt in die SPD Ende 1985 nach der Landtagswahl
Im Vorstand: 1987 wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Aufgabe habe ich bis 1999 erfüllt. Ich hatte es nicht immer leicht in der SPD, weil mir der Stallgeruch fehlte, ich war vorher 15 Jahre, an führender Stelle in der FDP, die ich verließ, als sie die sozialliberale Koalition in Bonn aufkündigte. Die Arbeit für die SPD habe ich immer mit vollem Einsatz geleistet. Viele Ideen wurden umgesetzt, die der Vorstand entwickelte. So zum Beispiel haben wir, um die Genossinnen und Genossen an der Arbeit teilhaben zu lassen, Einer der Höhepunkte war ein Kabarettabend. Feste und öffentliche Veranstaltungen wurden abgehalten. Die Arbeit im Team hat immer Spaß gemacht und es kamen nie Klagen, obschon wir alle beruflich sehr angespannt waren. Oft haben wir, in einer Telefonaktion, Kontakt zu den Mitgliedern aufgebaut. Dazu gehörte es, dass die Mitgliederliste mit den Telefonnummern bestückt wurde. Der Kontakt zu den Mitgliedern war uns immer sehr wichtig um die Meinung der SPD-Mitglieder zu erfahren und sie an Termine und Wahlen zu erinnern. Viele Aufgaben und Ideen wurden umgesetzt: An führender Stelle habe ich eine Zeitung mitgestaltet, die an interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Menschen der Stadt Niederkassel, die als Meinungsmacher fungierten, geschickt wurden. Die Artikel und Hintergrundberichte waren zum Teil von Genossen und Genossinnen geschrieben worden, aber wir haben uns auch professioneller Hilfe bedient. Der Balkanbote: Bis 1999 wurden im Jahr, 1 - 2 Mal eine Zeitung erstellt, der "Balkanbote" wurde in der Bevölkerung als SPD-Zeitung wahrgenommen. Hier wurden unsere Planungen erklärt unsere Ziele definiert und auch für den Wahlkampf eingesetzt. An der Zeitung „Der Balkanbote“ habe ich immer in der Gruppe mitgearbeitet, auch hier war das zum Teil Handarbeit, bis wir dann mit dem Computer eine solche Zeitung erstellt haben. Durch diese Verteilaktionen bin ich praktisch in der Stadt Niederkassel in jeder Straße gewesen, denn es war immer so, dass wir für einige Bezirke oft keine Verteiler hatten. Der Wahlkampf: Von 1987 bis 19999 habe ich als Wahlkampfleiterin alle Wahlkämpfe organisiert. Welche Arbeit und Organisation dahinter steckt, ist nicht mit wenigen Worten zu beschreiben. Die Vorbereitungen und die Taktiken wurden in Arbeitsgruppen festgelegt. Für die Kommunalwahl wurden Arbeitskreise geschaffen, die das "Kommunalpolitische Programm" erarbeiteten. Dieses Programm wurde dann in ein ansprechendes Layout gekleidet. Besonders hat es Freude gemacht, die jungen Genossinnen und Genossen in diese Arbeit einzubinden und sie in ihrer Kreativität zu unterstützen. Plakatierung Zu jeder Wahl gehörte es, die Plakatierung vorzubereiten. Mit der Gruppe die Plakate zu entwerfen und mit den Druckereien Kontakt aufnehmen. Plakatständer wurden in Handarbeit erstellt, am Anfang wurde das auf unserem Grundstück gemacht, mit anschließenden gemeinsamen Essen verknüpft. Später haben wir diese Arbeit an der Garage in Mondorf gemacht, die wir gemietet hatten. Zeitungen und Flyer Es wurden Zeitungen vor den Wahlen verteilt. Diese Zeitungen wurden für ganz Nordrhein-Westfalen gedruckt mit jeweiligen örtlichen Innenteil. In aller Frühe zwischen drei und vier Uhr mussten die Zeitungen am Sonntag an einer zentrale Stelle im Rhein-Sieg-Kreis abgeholt werden und anschließend an die Genossen verteilt werden. die dann vor dem Frühstück die Zeitungen den Bürgerinnen und Bürger in die Briefkästen legten. Als Dank dafür, wurde am Sonntag vor der Wahl ein gemeinsames Frühstück abgehalten. Wahlanalyse Eine Wahlanalyse für Niederkassel habe ich von 1972 gemacht und das Zahlenmaterial archiviert, analysiert und daraus viele wertvolle Rückschlüsse für die Arbeit der SPD in der Kommune erarbeitet. Diese Beschäftigung mit den Zahlen war spannend, weil ich auch zum Teil professionelle Hilfe hatte. Der eigene Wahlkreis Bis 2004 hatte ich immer einen Wahlkreis, den ich für die Europawahl, Bundestagswahl, Landtagswahl und Kommunalwahl - da war ich selber die Kandidatin - betreut habe. Haustürbesuche gehörten für mich immer wie selbstverständlich dazu , der Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern hat auch für die Ratsarbeit viel gebracht. Wie zu jeder Wahl wurde unser Auto zur Verfügung gestellt um die Plakatierung vorzunehmen. Die Unterstützung von meinem Mann war mir immer gewiss. Im Großen und Ganzen war es auch eine gemeinsame Arbeit für die Partei, die wir beide gerne gemacht haben.
Zwischen den Wahlen Wie zu Wahlkampfzeiten und auch außerhalb der Wahlkampfzeiten habe ich die Infostände organisiert, die in allen Stadtteilen stattfanden. Rosen wurden immer am letzten Tag vor einer Wahl verteilt. Die Rosen mussten geordert werden. Viele Jahre haben wir einen Kalender, die eine andere Gruppe gestaltete, vor Weihnachten verteilt. Ostern mussten an die 3000 rote Eier geordert werden, um im ganzen Stadtgebiet verteilt zu werden. Viele Jahre haben wir einen Kalender erstellt, immer mit neuen Theman, der dann vor Weihnachten verteilt wurde. Aber die Kosten waren zu hoch, so haben wir dann Nikoläuse verteilt und vor Ostern mussten an die 3000 rote Eier geordert werden, um die im ganzen Stadtgebiet zu verteilen..
Delegierte Als Delegierte des Kreisparteitages, Landesparteitages und Bundesparteitages bin ich gewählt worden. Das bedeutete oft, dass man im ganzen Kreisgebiet unterwegs war. Landesparteitage fanden in größeren Städten in Nordrhein-Westfalen statt, auch der Bundesparteitag, an dem ich teilnehmen durfte, war in Nordrhein-Westfalen Die Wiedervereinigung Auch das war eine spannende Zeit. Wir haben Wahlkampfhilfe in Premnitz in Brandenburg gemacht. Zu Ostern 1990, wir waren gerade umgezogen, haben wir sieben Genossinnen und Genossen aus Oranienburg zu Gast gehabt. Wir sind nach Thüringen gefahren, in die kleine Stadt Weida und haben der SPD dort geholfen. Bis zuletzt habe ich die Partnerschaft mit Premnitz gepflegt und bin heute noch sehr dankbar, weil wir, sowohl in Premnitz als auch in Weida Freunde gefunden haben. Diese Freundschaft hält bis heute an.
Die weitere Aufgabe in der Fraktion. 1989 wurde ich als Fraktionsgeschäftsführerin berufen, und habe diesen Posten bis 2006 inne gehabt. Seit 1990 - 2006 war ich für die SPD im Rat der Stadt Niederkassel und war stellvertretende Fraktionsvorsitzende mit der Aufgabe der Geschäftsführung. Ich war in vielen Ausschüssen der Stadt, vor allem die technischen Ausschüsse faszinierten mich und ebenfalls die Finanzen der Stadt. In der vorletzten Legislaturperiode und in dieser Periode war ich bis zu meinem Austritt Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses. Meine politischen Arbeitsschwerpunke liegen im Bereich Soziales. Viele Jahre habe ich mich in der Seniorenarbeit engagiert. Der soziale Aspekt war mir immer wichtig bei der Arbeit für die SPD, das kam vielleicht auch daher, weil ich mit 5 Geschwistern aufgewachsen bin und meine Eltern es nicht immer leicht hatten. Finanziell waren wir nie auf Rosen gebettet. Für die Fraktion habe ich Woche für Woche ein Protokoll erstellt und auch die wichtigsten Dinge aus den Ausschüssen und dem Rat festgehalten, um die Arbeit in der Fraktion zu erleichtern und auch um wichtige Dinge zu verfolgen und wenn nötig, die Verwaltung danach zu fragen. Die Fraktionsmitglieder wurden von mir immer sehr schnell informiert, was in den Ausschüssen abgehandelt wurde. Eine wichtige Arbeit und eine Arbeit, die mir Freude gemacht hat, weil sie auch interessant und eine Herausforderung war. Selbstverständlich war für mich und ist es bis heute wichtig, dass ich die Unterlagen für den Rat und den Ausschüssen sorgfältig studiere, um auch die richtige Entscheidung im Rat zu fällen. Den größten Teil der Ausschüsse, die vor der Ratssitzung abgehalten werden, besuche ich. Auch zu meinen Aufgaben gehörte es Seminare für Fraktion und SPD zu organisieren und die mit der SKG abzusprechen. Dazu musste der Ort ausgesucht, das Hotel oder Seminarhaus gebucht werden. Ein Programm erstellt werden für die 2 Tage. Wissen aneignen Natürlich gehört es, dass ein Mitglied des Rates, das für die Bevölkerung der Stadt Entscheidungen treffen muss, sich ausführlich mit den Themen beschäftigt und auch Wissen aneignet. Dazu gehört, dass man die Angebote war nimmt, die die Partei, die Stadt oder auch die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) anbietet. Zum Beispiel wird der Haushalt der Stadt nun nicht mehr nach kameralistischen Grundsätzen aufgestellt, sondern doppisch (auf der Grundlage der kaufmännisch doppelten Buchführung) das nennt sich Neues Kommunales Finanzmanagement (NKF). Auch bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn kann man viele Hintergrundinformationen sammeln.
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Die SPD Niederkassel nach den Kommunalwahlen 2004 Es war nicht mehr die SPD, für die man mit viel Enthusiasmus und Freude arbeitete. Es waren neue Leute dazu gekommen und die Offenheit, die vorher geherrscht hatte war nicht mehr. Es bildeten sich in dieser kleinen Fraktion Grüppchen, die nicht miteinander arbeitete, sondern gegeneinander. Ein Beispiel war, das an der ersten Fraktionssitzung, die Wahl des neuen Fraktionsvorstandes anstand. Für die Meisten war klar, dass e der alte Fraktionsvorsitzende wieder gewählt wurde. Er hatte die Arbeit bisher ohne Beanstandungen sehr gut gemacht und verstand sein Geschäft. Aber es kam anders. Ein neu gewähltes Ratsmitglied schlug den Bürgermeisterkandidaten, der das schlechteste Ergebnis eingefahren hatte, als Vorsitzenden vor. Das Erschrecken war riesengroß und es herrschte bei den Meisten Unverständnis. Ganz knappt siegte der alte Fraktionsvorsitzende, auch ich erhielt ein knappes Ergebnis als stellvertretende Fraktionsvorsitzende - Aufgabe Geschäftsführung. Das Vertrauen unter einander war weg und hinten herum wurden dann dem und dem Schuldzuweisungen erteilt. Dieses Stimmung traf mich auch. | ||||||||
18. Mai 2006
Im Juni 2005 war ich zum ersten Mal nicht auf einer SPD – Veranstaltung. Glück oder Unglück, ist nicht geklärt. Ich erhielt einen Anruf von einem Teilnehmer der Versammlung, der mir erzählte, dass man dort berichtete, dass ich zum Islam konvertiert wäre. "Ich sollte mich wappnen, da käme bei der nächsten Fraktionssitzung was auf mich zu." Er versuchte mich zu trösten und sagte, "Dass machst du schon, du bist stark genug." Ich wurde gefragt: "Hier ist eine Dame, die ist zum Islam übergetreten! Diese grinsenden und schadenfrohen Gesichter einiger der ca. 20 Anwesenden vergesse ich nie. Es war wohl schön, dass man so einen Menschen vorführte. "Es geht niemanden etwas an, an was ich glaube, und welcher Religion ich angehöre, es ist ausnehmend meine Sache. Ich muss mich vor Gott verantworten und nicht vor euch. Ich habe euch noch nie gefragt, welcher Religion ihr angehört oder ob ihr eure Religion lebt." Es wurde mit Unverständnis reagiert, und auch weitere dummen Äußerungen wurden abgegeben, unter anderem auch: "Dass hättest du uns sagen müssen!" oder "Jetzt ist uns einiges klar." und weitere. Wie da mit mir umgegangen wurde, passte einigen aus der Fraktion nicht, nahmen aber auch nicht Stellung. Aber mir wurde klar, dass was ich schon lange wusste, man würde diesen Schritt nicht verstehen und auch nicht verstehen wollte. Auch das war ein Beweis, dass es unter einander nicht mehr stimmte, und man diesen Anlass nahm, mich auszugrenzen und einige froh waren, einen Grund gefunden zu haben, mich weg zu drängen. | ||||||||
Die gefundene Homepage Auf einer Veranstaltung des Kölner Stadtanzeigers in Niederkassel kam ein Genosse zu mir und berichtete mir, man hätte eine Webseite im Internet gefunden, wo junge Türken Drohungen aussprachen, unter dem Titel: "Türke sein ist ein Gesetz, wer es verletzt, wird zerfetzt."
Unter dieser Überschrift hatten sich junge Türken in Droh- und Matchohaltungen fotografiert und das in der Jugend-Webseite "Jappy" veröffentlicht. Darunter waren auch Stinkefinger zu sehen, und einer größeren Gruppe konnte man auch eine Pistole erkennen.
Die, an die 30 Bilder, so behauptet der Genosse wären alle in der Moschee gemacht worden, und sagte: "Da sollte ich mich mal drum kümmern, solche Parallelgesellschaften brauchen wir nicht. Dem muss entschieden entgegen getreten werden. Diese Bilder sind alle in der Moschee gemacht worden und das ist keinesfalls zu akzeptieren. " Er behauptet das so fest, weil ein Bild, das als Letztes zu sehen war, eine Gruppe junger Leute zeigte, die sich am Seiteneingang der Moschee haben abgebildet. Das war ein Foto von der Fußballgruppe Genclik-Spor, die sich anlässlich eines Sieges dort haben fotografieren lassen. Wie das Bild da hinein gekommen ist, ist bis heute rätselhaft.
Eine weitere Bemerkung dieses Informanten, ich sollte aber seinen Namen heraushalten. Ich habe die Veranstaltung verlassen und bin in die Moschee gefahren und traf dort den Vorsitzenden und ein Vorstandsmitglied. Wir haben uns gemeinsam die mir genannte Webseite angeschaut. Wir stellten fest, dass nur das letzte Bild einen Bezug zur Moschee hatte, alle anderen Bilder konnten wir drei nicht lokalisieren. Die Jugendlichen waren auch in der Gemeinde nicht bekannt. Am Samstagmorgen haben wir den Jugendwart und einen Journalisten zur Hilfe geholt. Die beiden Herren konnten die Lokalitäten identifizieren und stellten fest, dass diese Bilder alle im Jugendzentrum "Widdig" der Nun wollte man wissen woher ich die Mitteilung hatte, denn auf dem letzten Foto vor der Moschee, war ein junger Mann mit abgebildet, der zu einem Studentenaustausch nach Amerika reisen wollte. Wenn die Seite weiter verbreitet worden wäre, hätte der junge Mann seine Amerikareise knicken können. Die, auf dem letzten Foto abgebildeten Jugendlichen, wussten nicht, dass sie in dieser Webseite zu sehen waren. Trotz das der Genosse gesagt hat, ich sollte seinen Namen nicht nennen, habe ich gesagt, wer mir diese Webseite genannt hat.
Er hat auch den Informanten angerufen, um heraus zu bekommen, woher er die Webseite hatte und ob sie weiter verbreitet worden war. Aber das hatte ich nicht gekannt, der Genosse hat mich angerufen und sich mit einem Gebrüll beschwert, dass ich seinen Namen genannt habe, seine Frau hat dazwischen gebrüllt. Er hat mich mit den schlimmsten Namen tituliert. Er meinte jetzt würde sein Haus angezündet und er müsse jetzt um Leib und Leben seiner Familie fürchten. Als ich am Montagmorgen zum Jugendamt gefahren bin und die CD von der Webseite dort abgegeben habe, erzählte ich dem Jugendamtsleiter, der übrigens der SPD angehört, von meinem Streit mit dem Genossen. Der Name war ja schon am Samstag dem Jugendpfleger gesagt worden. Wir sind dann mit dem Jugendamt und der Polizei so verblieben, dass wir diese Sache nicht weiter verfolgten, weil diese Fotos schon älter waren, die Jugendliche schon 2 Jahre nicht mehr das Jugendzentrum besuchten, um auch Schaden von der Moschee und dem Jugendzentrum fernzuhalten. Inzwischen wurde ich auch vom Fraktionsvorsitzenden angerufen, der mir den Vorwurf machte, dass ich den Namen des Informanten gesagt hätte, weil die Leute, angst hätten um Haus und Hof und ihr Leben. Den Namen des Informanten wusste nur eine kleine Gruppe von fünf Leuten, die außer dem Journalisten alle der SPD angehörten.. Die ganze Sache eskalierte. Am Montag nach der Fraktionssitzung schnauzte mich dieser Genosse wieder an und sagte, ich hätte den Namen auch im Jugendamt genannt. "Ich hätte doch einen an der Klatsche." Viele standen um ihn herum und ließen diese Beleidigung stehen. Ich bin nach Hause gefahren mit der Absicht, aus der SPD aus zutreten. Mein Mann beruhigte mich und meinte, man sollte noch mal das Gespräch suchen. Dann eskalierte es aber weiter.
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Austritt aus der SPD
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Kommunalwahl September 2004

Stadtratswahl 26.09.2004
Kommunalwahl September 2004
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Zusammensetzung des RatesEine Übersicht über das Ergebnis der letzten Kommunalwahl und die daraus resultierende Zusammensetzung des Rates Am 26. September 2004 haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Niederkassel die Mitglieder des Rates gewählt.
Der neue Stadtrat hat 38 Mitglieder: |
Im Laufe der Legislaturperiode ist ein Fraktionsmitglied der SPD ausgeschieden. Daher ergibt sich folgende Aufteilung:
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Lieschen Müller hat's geahnt VON MICHAEL HESSE, 20.09.05, 11:21h Ein Besuch bei einer Prominenten, die man gerne unterschätzt. Niederkassel - Sie versteht die Welt nicht mehr, möchte man meinen. Doch Lieschen Müller hatte sich so etwas schon gedacht, sagt sie. „Die CDU und die SPD lagen immer gleichauf, wenn ich nach meinem Bekanntenkreis gehe“. Und für die vielen, zumal unerwarteten Stimmen für die kleinen Parteien - Lieschen Müller hat durchaus eine Erklärung dafür. Da staunt man. Schließlich gibt es viele Geschichten über das Lieschen Müller, der man alles dreimal erklären müsse und für die jeder noch so komplexe und schwierige Text auf verständlichstes Maß heruntergeschraubt werden muss. Doch Lieschen Müller ist ganz anders, als man denken mag. Sie lebt in Niederkassel, ist 64 Jahre alt, kinderlos, in der Politik äußerst engagiert und zum Islam konvertiert. Als Muslima nimmt sie äußert rege an dem Leben in der Moschee in Niederkassel teil und gibt Kindern Nachhilfe am Computer. Durch ein Klischee wurde sie zu einer Berühmtheit: „Das muss auch Lieschen Müller verstehen“. „Das Volk ist doch nicht so dumm, wie es oft hingestellt wird“, klärt sie über die Bedeutung der Wahl auf. Die Menschen hätten die großen Volksparteien nicht in dem gewohnt starken Maße gewählt, „weil sie nicht wollten, dass die Gesellschaft noch weiter entsolidarisiert wird.“ Das sei ein Grundstein des Zusammenlebens, findet sie. „Die Leute haben einfach Angst vor dem, was auf sie zukommt. Es ist so ungewiss, sie sind deshalb so sorgenvoll.“ Und das gelte auch für sie, sagt sie und schaut eindringlich. Während Lieschen Müller sorgfältig das politische Geschehen analysiert, lacht sie mittendrin immer wieder. Lieschen Müller ist nicht nur ein guter Analytiker, sie ist auch ein fröhlicher Mensch. Ihre Lehre aus der Wahl ist: „Die Wähler wählen bewusster.“ In ihrer Familie sei das noch anders gewesen. Das Elternhaus war katholisch und „es wurde konservativ gewählt, ohne dass man groß nachgedacht hätte“. Aber die jungen Leute von heute halten es anders. „Darauf müssen sich die Parteien einstellen“, sagt Lieschen Müller. „Ich glaube aber nicht, dass sie es schon getan haben.“ Und wer sollte regieren? „Eine große Koalition wäre jetzt das beste“, sagt sie. „Vielleicht nur für kurze Zeit“. Aber was soll das heißen, schließlich wird der Bundestag für vier Jahre gewählt. „Egal“, sagt Lieschen Müller. „Die können sich ja verabreden, es müssen nur die großen Blockaden weggeräumt werden, die zum Beispiel im Bundesrat die Politik blockieren.“ Bei soviel Einsicht und Lust an der politischen Spekulation, ist man froh, Lieschen Müller endlich gefunden zu haben. Alle Vorurteile hat diese Frau im Handstreich widerlegt. Die böse Überraschung kommt zum Schluss. Lieschen Müller hält ein Stück Papier in der Hand, eine Todesanzeige. Sie setzt ihr sympathischstes Lachen auf und beginnt zu erzählen: „Im Rat der Stadt Niederkassel hatte der Stadtdirektor erklärt, die Wasserrechnung müsste so erklärt werden, dass auch Lieschen Müller sie verstünde. Da sagte ich: Damit ist jetzt Schluss, denn Lieschen Müller ist tot und hielt die Todesanzeige hoch mit dem Namen Lieschen Müller.“ Und wirklich, da steht der Name schwarz auf weiß, gestorben 1983. Sie selbst heiße Elisabeth Müller, sagt sie, das Lieschen ist nicht mehr. Schade eigentlich. Die Frau hatte wirklich etwas zu bieten. | Bundestagswahl 2005 Das Wahlergebenis
Wahlkreis 098 Rhein-Sieg-Kreis I Direkt gewählt:
Wahlergebnis Niederkassel
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Stand: 10.05.2012